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8. & 9. Juni 2019 jeweils um 15.30 Uhr
sowie am 10. Juni 2019 um 11.00 Uhr
Aufgebaut! Fundamente der Macht: Die Feste, dy ginant is dy Borg

Vortrag Bau- und Herrschaftsgeschichte Schloß Burgk sowie anschließende Führung durch das Haus
Schloß Burgk, vormals Burg der Vögte und Herren von Gera und Plauen, später Reußische Residenz am Oberlauf der Saale ist die älteste und größte Schlossanlage des Thüringer Oberlandes und gilt als eines der schönsten Schlösser Mitteldeutschlands.  Angefangen bei den eindrucksvollen – und in deren komplexen Substanz sehr seltenen – spätmittelalterlichen Wehranlagen mit Rotem Turm und Zugbrücke bis hin zur spätbarocken Anlage des Sophienparkes lässt sich der Wandel der Ansprüche an ein solches Bauwerk, von Schutz und Verteidigung bis zu höfischer Repräsentation, ablesen. So erklärt sich die Geschichte der Kunst am Beispiel einer kleinen und an Zerwürfnissen reichen Herrschaftsgeschichte.
Erw. 2,50 €, Schüler 1,00 € zuzügl. zum Museumseintritt (Voranmeldung erbeten).

Pfingstsonntag, 9. Juni 2019 ab 13.00 - 17.00 Uhr
Pfingstmontag, 10. Juni 2019 ab 11.00 - 16.00 Uhr
Wir bauen eine Burg(k)
Museumspädagogisches Mitmach-Programm für Kinder ab 6 Jahre.
Eintritt im Museumseintritt enthalten.

 

 

Pfingstsonntag, 9. Juni 2019 um 14.30 Uhr
Die Macht der Phantasie
Die Geschichtenerzählerin Antje Horn (Weimar) entführt in ferne Länder und innere Welten. Für Kinder ab 8 Jahre und ErwachseneWir kennen das seit Kindertagen: Jemand erzählt jemand anderem, dass etwas geschehen ist, was er gesehen, gehört und sich dabei gedacht hat. Eine Geschichte ist geboren und wird von jedem Erzähler verändert. Da wird hinzugefügt und weggelassen, ausgeschmückt, dramatisiert oder bagatellisiert. Eigenes wird so Teil der Geschichte. Doch entscheidend ist nicht nur was, sondern auch wie es erzählt wird. Seit einigen Jahren verzaubert Antje Horn mit der alten Kunst des Geschichtenerzählens. Wie gebannt lauschen Kinder wie Erwachsene wenn von anderen Menschen und anderen Kulturen in ganz neuen Zusammenhängen und aus nicht bisher unbekannten Perspektiven erzählt wird. Dabei wählt die Erzählerin, die 2016 mit dem  Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena geehrt wurde, jeweils die passende Geschichte für einen Ort, einen Zeitpunkt und die anwesenden Menschen, verändert die Geschichte mitunter ein wenig, um mit den Zuhörern der Magie des Augenblicks nachzuspüren. Auf Schloß Burgk erzählt Antje Horn über „Die Macht der Phantasie“.
Eintritt: Erw. 7 €, Kinder und Schüler 5 €, inkl. Museumseintritt

Sonntag, 19. Mai 2019 um 11.00 Uhr
Marionettentheater „Teufel mit den 3 goldenen Haaren“

Der Dresdner Puppenspieler und Musiker Tobias Klug kommt mit dem „Teufel mit den 3 goldenen Haaren“ – einem Marionetten-Haustheater-Stück frei nach den Gebrüdern Grimm nach Schloß Burgk. Vorbild für sein Marionetten-Haustheater ist die alte Tradition der böhmischer Marionetten-Haustheater, die bis zur Jahrhundertwende mit ihren kleinen Wanderbühnen von Wirtshaus zu Wirtshaus zogen und ihre Bühne einfach auf dem Wirtshaustisch aufstellten.

Eine arme Frau bringt einen Sohn mit einer Glückshaut zur Welt. Diese soll in seinem weiteren Leben dafür sorgen, dass alles, was er anfängt, sich zum Guten wenden wird. Des Weiteren wurde ihm geweissagt, er werde im Alter von 19 Jahren die Königstochter heiraten. Der König, der davon erfährt, kauft den armen Leuten ihr Kind ab, legt es in eine Schachtel und wirft diese ins Wasser. Sie geht jedoch nicht unter, sondern treibt zu einer Mühle, wo das Kind von den Müllersleuten aufgenommen und in Liebe aufgezogen wird. Als der König neunzehn Jahre später in die Mühle kommt und die Geschichte hört, schickt er den Jüngling mit einem Brief aufs Schloss zur Prinzessin mit dem Befehl, man solle ihn sofort töten. Auf dem Weg zum Schloss übernachtet der junge Mann im Wald bei Räubern. Diese lesen den Brief, vertauschen aus Mitleid den Brief, so dass er mit der Königstochter vermählt wird. Als der König zurückkommt und von der Vermählung erfährt, fordert er vom Müllerburschen drei goldenen Haare des Teufels, dann kann er seine Tochter behalten.
Auf dem Weg zur Hölle fragen ihn zwei Torwächter, warum ihr Brunnen austrocknet, der sonst Wein gab, und warum ihr Baum verdorrt, der sonst Goldäpfel trug, und ein Fährmann fragt, warum ihn keiner ablöst. In der Hölle angekommen versteckt ihn dann des Teufels Großmutter als Ameise in ihrer Rockfalte. Sie reißt dem schlafenden Teufel dreimal ein Haar aus und sagt, sie habe von einem Brunnen, einem Baum und einem Fährmann geträumt. So erhält das Glückkind die Haare und er erfährt auch, was es mit dem Baum, dem Brunnen und dem Fährmann auf sich hat. Auf dem Rückweg gibt er dem Fährmann des Teufels Rat weiter, dem nächsten einfach die Ruderstange in die Hand zu geben. Er entfernt die Kröte aus dem Brunnen und die Maus an der Baumwurzel jagt er davon, wofür er mit Gold und Wein reich beschenkt wird.
Wieder im Schloss angekommen, sagt er dem gierigen König, er habe das Gold am anderen Ufer des Flusses auf dem Weg zur Hölle gefunden. Der König macht sich sofort auf den Weg zum Fluss. Dort drückt ihm dann der Fährmann die Stange in die Hand, so dass er immerfort fahren muss, bis in alle Ewigkeit.

Musik, Figuren, Kostüme, Ausstattung und Spieler: Tobias Klug | Text und Regie: Peter Waschinsky | Dauer ca. 45 Min.
Eintritt: Erwachsene 5 €, Kinder/Schüler 4 €

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